Vorbereitung

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Fahrzeug:
Meine Wahl ist auf einen fabrikneuen russischen Kleinbus der Marke UAZ gefallen. Er hat Allrad und ist somit für russische Verhältnisse auch abseits der Magistralen gut geeignet.
Ein russisches Auto hat den gewaltigen Vorteil, dass es nicht auffällt, die Diebstahlquote ist also deutlich kleiner. Obendrein kostet in Deutschland ein gut erhaltenes gebrauchtes Gefährt ähnlicher Größe mindestens das gleiche.
Das Auto ist in Russland auf eine Bekannte zugelassen, ich bin mit umfassenden Vollmachten ausgerüstet, dass es unterwegs keine Probleme geben dürfte.
Zum Fahren in Russland ist ein Internationaler Führerschein erforderlich.

Mitfahrer:
Also auf jeden Fall kommt Sanka, meine Mischlingshündin mit. Sie muss zwar noch lernen, das Auto wenigstens durch Bellen zu verteidigen, aber sie ist zumindest eine treue Begleiterin.
Corinna, eine langjährige deutsche Freundin bekommt leider nur zwei Wochen Urlaub, aber für die ersten Etappen ist sie dabei. Für den zweiten großen Abschnitt konnte ich Sandra gewinnen, die sich für einen Ritt durch Russland auf dem Rücken eines Pferdes fit machen möchte.
Mitreisende Männer aufzutreiben, ist mir nicht gelungen.

Geplante Anreise:
Um mir mit Sack und Pack die vielen notwendigen Grenzübergänge zu ersparen, plante ich mit der Fähre von Kiel nach St. Petersburg überzusetzen. Es ist weithin bekannt, dass man an jeder Grenze einen gewissen Obulus abdrücken muss, um mit allem weiterreisen zu können.
Doch leider gehen hier die Probleme schon los.
Zu früh hätte ich die "Hunde"-Kabine fest buchen müssen, die genauen Maße des Autos angeben, etc.
Also habe ich jetzt beschlossen das Auto dort zu lassen, wo es ist, in Russland. Das Gepäck wird verladen und ich fliege am 17.7. mit Hund hinterher.
Die Tour startet folglich ab Moskau.

Visum:
Um ein Visum für Russland zu erhalten, braucht man eine Einladung aus Russland, die in der Regel vom Außenministerium genehmigt sein muss. Je nach Konsulat muss diese im Original oder darf als Faxkopie vorgelegt werden. Die für eine längere Reise zweifellos teure Variante ist die, sämtliche Übernachtungen per Hotelbuchung nachzuweisen.
Inzwischen bieten auf Russland spezialisierte Reisebüros einen Visaservice an, der aller Erfahrung nach sehr gut funktioniert.

Hund:
Sanka braucht für die Einreise ein max. 10 Tage altes Amtstierärztliches Zeugnis. Für die Rückkehr nach Deutschland ist lediglich eine gültige Tollwutimpfung nachzuweisen. Ich habe deutschen Impfstoff dabei, da es uneinheitliche Meinungen zur Qualität des russischen gibt.
Für den Flug müssen große Hunde leider in eine Transportkiste. Für die Dauer von etwa drei Stunden halte ich dies aber für machbar. (Das Tier sollte dennoch Zeit zur Gewöhnung an so eine Kiste bekommen.)
Russen sind ein sehr hundefreundliches Volk. Selbst Straßenhunde werden nicht wild gejagt, sondern eher toleriert. Erfahrungsberichte von Russlandreisenden mit Hund fallen in dieser Hinsicht durchweg positiv aus.

Unterkünfte:
Wir werden, wo es möglich ist, bei Bekannten und Freunden übernachten, auf dem Land auch zelten, was kein großes Problem sein soll. So wir uns in einer Stadt befinden, wo wir niemanden kennen, werden wir in günstige Hotels ausweichen, die natürlich in Sachen Komfort sehr zu wünschen übrig lassen. Ein eigener Schlafsack kann hier schon mal sehr angenehm sein.

Die geplante Route mit Zeitplan habe ich auf einer eigenen Seite untergebracht. Einfach den Pfeilen folgen.

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letzte Aktualisierung: 27.11.2004