Mittwoch, 31.07.02     Jekaterinburg - Tjumen

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Tacho  
 

Mit dem Auto ist alles ok. Die Durchsicht ging auch ziemlich schnell. Mascha bekam noch eine Dusche mit Shampoo. Von außen blitzt sie jetzt wieder, doch einige Sitze sind feucht, weil natürlich die Dichtungen dem Hochdruckreiniger nicht standhielten.
Von Jekaterinburg haben wir dennoch nicht viel gesehen, da wir noch in einem ungewöhnlich gut bestückten Kartenladen versanken, den ich auch gleich halb aufkaufte.
Jetzt sind wir also bestens für den Weiterweg ausgerüstet und machen uns nach einem kleinen Frühstück bei Valja auf den Weg. Vorher haben wir Valja noch die Melone geschenkt und ein bisschen Geld für ihren ersten Deutschlandbesuch drangehängt, der am Samstag beginnt.

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Während wir uns noch aus der Stadt rausquälen, bleiben vor uns immer wieder irgendwelche Autos liegen, dazwischen Rollifahrer, die um Geld bitten.

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An der Stadtgrenze wird wieder heftig an der Straße gebaut, aber es geht gleich flott voran.
Witzig, wie sich einzelne Dörfer auf ihre Waren am Wegesrand einigen. Hier sind es Möhren, ein ganzes Dorf lang. Etwas später Gurken - säckeweise, dann Blaubeeren im 10l-Eimer.
KarteWir kaufen nur Möhren, die knuspern sich gut unterwegs.
Holzhäuser auf den Dörfern bergen offenbar Gefahren: V posteli ne kuri! Rauch nicht im Bett! So diverse Hinweisschilder auf der Durchfahrt.
Erstaunlich auch, wie viele Baustellen unglaublich gut mit westlichen Maschinen ausgerüstet sind. Neueste Dampfwalzen und dazu schicke Hinweisschilder und Wegweiser, wie auf einer deutschen Autobahn. War da einer bei uns in der Schule?
Wettermäßig wird es zunehmend frischer. Ein kalter Nordwind weht uns durchs Fahrerfenster herein. Müssen wir den Schal auspacken? Trotzdem ist es meist sonnig, wenn jetzt auch schon mal Wolken sichtbar werden.

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Links weht mit dem Wind mal kein Abgas sondern ein süßer Duft herein, ein rosa Kleefeld. Wir halten - fotografieren und kaum machen wir die Tür auf, stürmen auch schon riesige Bremsen das Auto. Vor der Weiterfahrt geht es erstmal auf Jagd.

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Kurz vor der Tjumenskaja Oblast machen wir nochmal Rast: Pelmeni, Okroschka (kalte Kwas-Suppe), sehr freundlich die Leute, wie meist: Wo kommt ihr denn her? Wo wollt ihr denn hin? Die Frage nach dem Fahrer wird seltener, immer mehr nimmt man uns zwei hinter dem Steuer einfach hin.

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Tjumenskaja Oblast, das muss jetzt wirklich Sibirien sein, jedenfalls fängt hier unser Reiseführer[1] an.

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Der Stadtplan stimmt und wir finden das erste Hotel auf Anhieb, allerdings darf Sanka mal wieder nicht rein und so ruft die Dame an der Rezeption im Hotel "Vostok" an und wir fahren nochmal ein Stückchen durch die Stadt.
Natürlich kein warmes Wasser, aber sonst ganz in Ordnung, sogar Frühstück soll es geben.

[ 1 ] Thöns, Bodo: Sibirien entdecken. Städte und Landschaften zwischen Ural und Pazifik. Trescher-Reihe Reisen. Berlin, 2001.

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letzte Aktualisierung: 27.11.2004