Montag, 12.08.02   Mansherok - Artybasch - Bijsk

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Tacho  
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Nach unserem wieder irre heißen Erholungstag, mit Wanderung an den nahen kleinen Mansherok-See, wo höchst außergewöhnliche Nüsse (Tschelim) wachsen, machen wir uns auf den Weg an den Baikal des Altaj.
Sandra hat schlecht geschlafen, weil sie nachts im Zelt merkwürdige Geräusche vernahm, die sie kaum zuordnen konnte. Als sich morgens wieder etwas am Zelt regte, guckte ich dann raus und was wars? - Eine harmlose Kuh, die da durch den Wald stapfte und neugierig an den Zelten nach fressbarem Ausschau hielt.
Leider war der Himmel grau und es tröpfelte etwas. Natürlich war es auch mal angenehm, nicht der im Altaj ungewöhnlichen Hitze ausgesetzt zu sein, doch Regen wollten wir dann auch nicht.

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Telezkoje Osero
Der Telezkoje-Osero ist so lang, wie der Baikal breit ist, nämlich 80km und er soll auch sehr sauber sein, so dass hier wie am Mansherok-See die urwüchsigen Tschelim-Nüsse wachsen können. Wir fahren über Gorno-Altajsk quer durch das Gebirge nach Osten nach Artybasch, wo der See beginnt. Sein "Abfluss" ist die Bija, die zusammen mit der Katun den Ob bildet.
Als wir nun endlich an Ort und Stelle ankamen, verschlechterte sich das Wetter dramatisch und wir ahnten, dass es sich kaum bessern würde.
Ein Spaziergang mit Sanka am See entlang sollte genügen. Es machte einfach keinen sonderlichen Spaß, den See im zunehmenden Regen zu erforschen. Und außerdem wartet ja noch der richtige Baikal auf uns...
Kurzer Rat wurde gehalten und beschlossen, nach Bijsk weiter zu fahren. Wir konnten so eine kleine, aber schöne Runde durch den Altaj abschließen.

Mehr Fotos finden Sie, wenn Sie in das Bild oder hier klicken.

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KarteDie Straßen waren sehr gut. Zwei Tourenradler, die wir diesmal aber nicht aufhielten, sicher wieder Tschechen...
Doch kaum mal wieder auf Abwegen, also abseits der Hauptstraße, beginnt plötzlich Schotter. Gut, das erste Stück konnten wir auf der Karte sehen, es war also schlechter als die restliche Straße markiert, es sollten vielleicht 10 oder 15km sein.
In Wirklichkeit waren es dann aber doch 70km. Und das bei strömendem Regen. Manchmal konnte man ahnen, dass hier tatsächlich mal Teer war. So ein paar Reste zeigten dies deutlich. Immerhin ein paar Dorfdurchfahrten waren auch befestigt und wir mussten nicht mit Schlammlöchern kämpfen.

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Wir fühlen Teer! Unglaublich und er bleibt erhalten bis Bijsk.

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In Bijsk empfangen uns ein paar Sonnenstrahlen. Soll das wirklich Wetterbesserung bedeuten? Vom Hotelzimmer aus haben wir einen wunderbaren Ausblick auf einen Regenbogen.

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letzte Aktualisierung: 27.11.2004