Freitag, 09.08.02   Novosibirsk - Barnaul

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Tacho  
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Sibirische Metropole
Metropole
Nachdem ich meine Wahlunterlagen im Generalkonsulat in Novosibirsk leider noch nicht in Empfang nehmen konnte, sind wir heute weiter nach Barnaul gefahren.
Das Wetter hat sich stabilisiert und die Sonne scheint, ohne von irgendeinem Wölkchen gestört zu werden. Ich achte nun auf jede doppelte Linie auf der Straße, auch auf die, die schon so ausgeblichen sind, dass man sie eigentlich gar nicht mehr sehen kann.

Mehr Fotos finden Sie, wenn Sie in das Bild oder hier klicken.

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Am Stadtausgang, kurz vor Akademgorodok, erspechte ich schon von weitem zwei Menschen am Straßenrand, die nur Ausländer sein können. Beide mit Rucksäcken. Anhalten? Sandra nickt. Ich bremse, mit einem Höllengequietsche (das gehört dazu) bleibt Mascha genau neben den beiden stehen.
Wer seid ihr? Woher kommt ihr?
Woher sollen sie schon sein, aus Tschechien wahrscheinlich.
Natürlich. Darina und Tomasz sind aus Tschechien per Autostop unterwegs. Es scheint kein sonderlicher Spaß zu sein, weil die Russen alle Geld von ihnen für die Mitnahme wollen. So fahren sie überwiegend mit LKW-Fahrern.
Sie wollen in den Altaj, wir auch - und so setzen wir sie kurzerhand neben Sanka in den Salon. Sie staunen ob unserer Reise und wir sind auch nicht wenig verwundert, dass sie den weiten Weg in gut einer Woche hinter sich gebracht haben.

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Wir begeben uns also zu viert ins Hochland vor dem Altaj. Da wir in Barnaul übernachten wollen, lassen wir sie am Abzweig Richtung Bijsk raus.

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KarteEine neue Brücke führt uns über den Ob nach Barnaul. Die Mails, die ich noch an zwei Kontaktadressen in Barnaul geschrieben hatte, kamen allesamt zurück. Vor Ort greife ich also zum Telefon und wir finden vollkommen unkompliziert Unterkunft bei Irina.
Ihre Nachbarin war ausgeflogen und so bekamen wir eben mal deren Wohnung für uns alleine. Abends landeten wir in einem usbekischen Restaurant, wo uns der Wirt, Kellner oder was auch immer schöne Augen machte und sehr enttäuscht war, dass wir am nächsten Morgen gleich weiter wollten. Ein Internetcafé fanden wir keins, vielleicht haben wir nur auch nicht die richtigen Leute gefragt. Irinas PC war abgebaut, da sie gerade mit ihrer Wohnung "na remont" war.

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letzte Aktualisierung: 27.11.2004